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Hier habe ich meine Gedanken und Erlebnisse aufgeführt, für alle, die sich dafür interessieren. Die Einträge sind tagebuchartig – der letzte Beitrag am Anfang.
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Loslassen

... ist ein wichtiges Thema für mich, und passt fast auf alle meine Lebensbereiche.  Ich habe es auch schon in einigen Einträgen thematisiert - z.b. hier. Erst wenn ich loslasse, werde auch ich losgelassen, und bin frei.

Ich habe versucht, einige Widersprüche in meinem Leben auszuräumen, indem ich darüber redete. Aber immer steht bei mir im Hintergrund, daß ich niemanden verärgern will, und anerkannt werden will - und deshalb auch immer so rede und schreibe, daß es möglichst ausgeschlossen ist, daß man mich ablehnt. Daß dabei dann oft das Thema baden geht, worüber ich gerade reden will, ist verständlich. Und außerdem gelingt es mir meistens noch nicht einmal, auszuschließen, daß ich niemanden auf die Füße trete. Und wenn ich das dann richtig stellen will, dann gerate ich immer tiefer rein - ein Fettnäpfchen  löst das andere ab.

Heute habe ich wieder eine Lösung gefunden, wie ich loslassen kann. Ich habe mich, in einer Gemeinschaft, für mein Verhalten entschuldigt. Damit mußte ich mein eigenes Verhalten bloßstellen - mit der Erfahrung, daß das der Weg ist, auf dem ich frei werde. Und dabei habe ich so lange gekämpft, mit immer mehr Labyrinthen. Ich kämpfe mit dem Gedanken, nicht ohne Anerkennung von Menschen leben zu können. Aber ich kann! Weil ich von Gott anerkannt bin - und zwar ganzheitlich.

Schon lange weiß ich das - vom Wortlaut her. Mein Herz ist aber immer noch dabei, das zu buchstabieren.

Manchmal denke ich, mein Leben ist eigentlich gut abgeschlossen, und ich kann jetzt gehen. Und dann kommen Situationen, in denen ich feststelle, daß ich noch nicht viel begriffen habe, und noch viel lernen muß. Ob das ein Hinweis auf noch ein  langes Leben ist, weiß ich nicht. Aber ich will die Zeit, die ich habe, nutzen, um loszulassen, und frei und unbeschwert gehen zu können.

16.4.09 14:30


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Spontanität

... ist eine meiner Stärken - aber auch meine Schwachstelle.

Wenn ich einen Impuls von Gott bekomme, ist es gut, wenn ich spontan handle. Je mehr ich das durchdenke, desto unsinniger erscheint es mit - und letztendlich mache ich es nicht mehr. genauso geht es mir mit Worten - z.B. in diesem Blog. Manchmal fällt mir etwas ein, was ich schreiben könnte. Und dann schreibe ich am Besten gleich "in Kladde". Wenn ich erst nochmal überdenke und korrigiere, bleibt meist nichts mehr übrig. Hier kann ich natürlich auch wieder löschen. Das ist auch schon mehrmals passiert. Aber im Allgemeinen mache ich ganz gute Erfahrungen damit, daß ich spontan handel.

Aber es gibt natürlich auch die Gegenseite. Wenn ich denke, es kommt von Gott, und ich hinterher feststellen muß, daß es daneben ging. Oder wenn ich emotional reagiere - wo und wie auch immer - dann komme ich mir hinterher oft ziemlich bescheuert vor.

Wie kann ich dagegen angehen? Länger nachdenken? Dann steh hier nicht mehr viel. Und dann bekommt niemand mehr Impulse von mir, weil ich fast immer hinterher denke, ich bin blöd, so etwas von mir zu geben.

Also bleibe ich bei meiner Spontanität - versuche, die positiven Punkte dabei herauszufinden, und mir die negativen selbst zu vergeben. Geht mir gerade wieder so .... *ich bin manchmal ganz schön meschugge*

15.4.09 16:57


Gebote

Über die Gebote der Bibel habe ich nachgedacht. Nicht nur die bekannten 10 Gebote, sondern alle Forderungen, die an Menschen gestellt werden, in der Bibel. Das ist eine ganze Menge. Und weil es kein Mensch schafft, diese Forderungen vollends zu erfüllen, oft noch nicht einmal, sie zu verstehen, wird daran herumgearbeitet, und passend gemacht, um sie Menschen zugänglicher zu machen.
Mir fällt dazu dann die Auslegung eines Predigers ein, der sagte, daß die Gebote in erster Linie Gottes Wesen beschreiben.
Weil kein Mensch Gottes Wesen ganz begreifen kann, sondern höchstens einen kleinen Einblick bekommen kann, durch die Beziehung zu Gott, gibt es oft solch unterschiedliche Auffassungen, wie „man“ leben sollte, als Christ. Dabei setzen Menschen ihr eigenes Verständnis als Norm, und deklarieren es als „Gottes Wort“.
Ich denke, die Gebote, als Leitplan, gelten in ganzer Vollständigkeit. Da, wo man anpassen will und abstreicht oder zufügt, ist es nur ein Versuch, Gott zu erfassen, um sich ein „Bild“ von ihm zu machen – was sogar eines der 10 Grundgebote ist, daß man das nicht soll.

 

Jesus hat das Gesetz erfüllt – sagt er selbst. Das heißt nicht, daß die Gesetze jetzt abgeschwächt werden, sondern daß Jesus alle Konsequenzen, für die Menschen, auf sich genommen hat.
Wenn wir durch Jesus in eine Beziehung zu Gott kommen, schafft er es tatsächlich, daß wir fähig sind, manche Gebote zu halten, die wir vorher nicht halten konnten, weil wir durch die Beziehung verändert werden. Dabei bleiben wir aber Menschen, mit allen Fehlern, die vorkommen können, solange wir auf der Erde wohnen.

 

Christsein bedeutet nicht, die Gebote zu erfüllen, sondern in einer Beziehung zu Gott zu stehen, durch Jesus Christus. Dadurch haben wir Teil am Guthaben, nämlich die Erfüllung der Gesetze durch Jesus. Er füllt die Lücken, die durch unser Versagen entstehen. Darum sind wir frei von Druck und Normen, die uns Regeln auflegen wollen, die angeblich von Gott kommen.

 

Jesus hat auch die Gebote in einem Wort zusammengefasst: „Liebe“. Dabei hat er gesagt, daß die Liebe zu Gott an erster Stelle steht – einfach, damit wir an der Quelle sind, die Liebe vergibt – und die dann ausströmen kann an die Menschen, mit denen wir zusammen kommen. Dann ist diese Liebe aber nicht unser Tun, sondern wir haben Anteil an der Liebe Gottes – und deshalb kann  diese Liebe etwas bewirken in den Herzen der Menschen, die sie trifft.

 

Deshalb ist es völlig daneben getroffen, wenn wir die Christen an ihren Taten messen wollen, und ihnen Normen auferlegen, die eigentlich uns selbst gelten. Gott hat mit jedem Menschen seinen eigenen Plan und Weg, darum sind die Aufträge auch unterschiedlich, und die Wahrnehmungen der Gebote auch.

 

Unter diesem Aspekt könnten wir eigentlich einander akzeptieren, bei aller Unterschiedlichkeit. Jesus hat gesagt, an der Liebe untereinander sollte man Christen erkennen.

 

Gebote bedeuten also eher: Barmherzigkeit und Gnade, weil wir nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden, wenn wir die Beziehung wollen.
Übrigens hat Gott auch schon im Alten Testament der Bibel Barmherzigkeit gewährt. So ist das eines von Gottes Eigenschaften, und die Gnade nicht erst eine Erfindung des Neuen Testaments.
15.4.09 13:02


nach Ostern

Nun ist Ostern vorbei. Und heute kann ich mich einfach mal erholen. *grins* - gibt eben auch Leute, die sich von Feiertagen erholen müssen. ...

Als Arbeitspensum kam mir Ostern beinahe stressiger vor, als Weihnachten. Auch wenn sichtbar da mehr Veränderung ansteht. Zu den Ostergottesdiensten muß mehr kurzfristig vorbereitet und nachher aufgeräumt werden. Da kann ich nicht so lange vorarbeiten, wenn ich 60 kleine Kelche mit Wein befülle, und Brot in kleine Brocken schneide. Das kann ich eine bis zwei Stunden vorher machen, damit es noch einigermaßen genießbar ist. Und hinterher muß ich die kleinen Dinger alle wieder spülen. Das an drei Tagen hintereinander. Wobei der Sonntag die Krönung war. Da war ich nämlich schon ab 4 Uhr morgens dort, zum Auferstehungsgottesdienst, nur mit Kerzen. Die Kerzen wurden auf die Bänke verteilt - und mußten hinterher wieder weggeräumt werden - wie auch das Abendmahlgeschirr. Denn um 10 Uhr war der nächste Gottesdienst. Um 12 Uhr war ich dann  endlich fertig - aber wirklich fertig. Abends habe ich dann noch die Lieder für den Montaggottesdienst gesteckt und alles gerichtet.

Montags sollte dann eine Pfarrerein aus dem Nachbarort predigen. Sie hatte etwas Besonderes - nämlich eine Predigt zu dem Lied 112, bei der in Abschnitten jeweils eine Strofe gesungen werden sollte, und dann dazwischen die Predigt.

Gestaunt haben wir nicht schlecht, als ein älterer Pfarrer auftauchte, und verkündigte, daß vor einer Stunde die Pfarrerin ihn angerufen hätte, und mit einer Flüsterstimme gesagt hat, daß sie nicht predigen könnte, weil sie keine Stimme mehr hätte. Aber sie hatte es glücklicherweise alles aufgeschrieben. Und dann hat dieser Pfarrer praktisch ihren ganzen Gottesdienstablauf vorgelesen. Hat er gut gemacht - man hat kaum gemerkt, daß er nur liest.

Meine passenden Ostergedanken kamen diesmal eher in den Zwischenzeiten, wo ich vorbereitet und aufgeräumt habe. Denn während der Gottesdienste war ich zu angespannt, um richtig folgen zu können. Aber es war trotzdem ein gutes Erlebnis, dieses Ostern als Mesnerin.  Nun habe ich bald ein Kirchenjahr durch, und kenne die Abläufe.

Toll ist ja das Wetter, das im Moment eher auf Sommer zeigt. Aber eine ältere Frau, die sich als Wetterprophetin sieht, weil sie es körperlich merkt, meinte, daß es bald mit der Schönwetter-Phase vorbei sei. Na - mal abwarten.

14.4.09 17:04


Ostern in der Kirche

Schon zu Weihnachten habe ich bemerkt, daß ich jetzt, in meinem Beruf, die Feiertage ganz anders erlebe, als früher - viel bewußter.

Das passiert noch nicht einmal durch die Predigten - auch wenn die gut sind - sondern eher durch die Zeit davor oder danach, wenn ich ganz alleine in der Kirche bin, und aufräume, bzw. vorbereite.

Gestern, am Gründonnerstag erlebte ich in Gedanken Getsemane. Der Gebetskampf Jesus - alleingelassen von seinen Freunden. Wenn ich bedenke, wie sehr ich oft Menschen brauche, und dann noch im schwweren Zeiten ...

Die Jünger waren zu müde ... oft bin ich auch müde, und dann will ich am Liebsten nur schlafen - Augen zu und nichts mehr sehen und hören. Aber Jesus hat es durchgezogen - nur für uns Menschen.

Heute wurde der Altar ungeschmückt präsentiert, die Kerzen nicht brennend - schwarzes Parament ... bedrückend. Jesus stirbt, seine Freunde bleiben alleine zurück - verlassen und deprimiert.

Wie gut, daß wir schon wissen, daß Ostern auch geschehen ist. Ich freue mich schon auf die Osternacht - auch, wenn ich dann Nachtschicht machen muß. Man bekommt ein bißchen mehr mit von dem Ostergeschehen ... auch wenn es vor langer Zeit war.

10.4.09 18:38


Ostern

Diese Tage läuft bei mir natürlich wieder volles Programm. Ist ja ein wichtiger christlicher Feiertag. Ich finde, der Wichtigste überhaupt ist der Sonntag.

Heute Abend ist Gottesdienst mit Abendmahl, Karfreitag morgens ist Gotesdienst mit Abendmahl. Ostersonntag ganz früh um 5.30 Uhr ist Osternachts-Gottesdienst mit Abendmahl, danach, um 10 Uhr dann Gottesdienst mit Taufe. Und letztendlich am Montag auch um 10 Uhr - ein ganz "normaler" Gottesdienst.

Für den Nachtgottesdienst muß ich mir erstmal die Zeit einteilen, wann ich dann zur Kirche gehen muß, um vorzubereiten. Jedenfalls habe ich dann wohl die wichtigsten Festtage in dieser Kirche einmal mitgemacht, und kann das nächste Mal alleine agieren.

Ich wünsche euch Allen schöne, gesegnete Oster-Feiertage!

9.4.09 11:39


Liebe - ein Element zum Überleben

Liebe ist ein Element, das jeder Mensch genauso braucht, wie Wasser und die Luft zum atmen. Wenn ein Mensch keine Liebe bekommt, verkümmert er, und die Seele wird verkrüppelt. Darum ist die vorrangige Suche der Menschen nach der Liebe. Aber die Menschen gehen dabei oft vom Ende aus daran, indem sie den Ausdruck der Liebe zum Grundsatz der Liebe machten ... und stellen dabei fest, daß es den Hunger nach Liebe immer nur vermehrt - aber nie wirklich stillt.

Jesus ist mal einer Frau begegnet, der er ganz klar gesagt hat, worauf es ankommt. Das war eine Frau, die zu einer Randgruppe gehörte, die von der Gesellschaft geächtet wurde. Diese Frau suchte auch nach Liebe. Sie suchte es im Sex - hatte mehrere Männer schon durch, und immer noch nicht gefunden, wonach sie suchte.

Als Jesus ihr begegnete, sagte er ihr auf den Kopf zu, daß sie auf diese Weise niemals ihren Durst nach Liebe stillen könnte. Die Frau war schon so verdattert, daß Jesus genau wußte, was sie trieb, daß sie zunächst nicht erkannte, was Jesus ihr sagen wollte. Jesus traf sie nämlich an einem Brunnen, wo die leute das Wasser zum überleben holten. Und Jesus sagte, daß er ihr Wasser geben könnte, das ein für allemal reichen würde - weil es aus der richtigen Quelle kommt.

Die Frau bemerkte langsam, daß Jesus ein frommer Mensch war, der mehr konnte, als die Menschen, denen sie allgemein begegnete. Und Jesus kümmerte sich auch nicht um die allgemeinen gesellschaftlichen Regeln, weil er als Mann mit der Frau am Brunnen redete - was absolut out war ... und dann noch mit einer solchen Frau ...

Faszinierend war das für die Frau. Das war mal ein Mann, der mehr hatte, als die Männer, die sie kannte. Und weil er fromm war, versuchte sie auch, das, was ihr über den Glauben der Juden bekannt war, anzubringen, indem sie eine fromme Regel zur Diskussion stellte. Erstaunt war sie aber, als Jesus auch diese Regel beiseite stellte, und ihr sagte, daß es darauf garnicht ankäme.

Jesus zeigte der Frau die Quelle, die den Hunger nach Liebe stillt  - welche bei Gott, dem Vater ist. Und wenn man zu dieser Quelle geht, und daraus schöpft - also eine Beziehung zum Vater zuläßt, wie er es selbst anbietet - dann kann man aus dieser ewig sprudelnden und überfließenden Quelle schöpfen, so oft man will.

Die Frau hatte noch nicht viel begriffen von dem, was Jesus gesagt hatte - aber sie spürte, daß das eine Botschaft ist, die funktionieren kann. Und sie hat das gleich auch anderen Frauen erzählt - ganz vergessend, daß die Leute sie ja eigentlich verachten. Und dabei hat sie schon den ersten Schluck aus der Quelle genommen, weil sie nicht mehr abhängig war von der Beurteilung der Menschen, sondern die bessere Quelle gefunden hat, die auch für sie sprudelt - und mehr Liebe spendet, als sie jemals fassen kann.

7.4.09 14:03


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