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Mensch >Spielzeug Gottes?

Im Kommentar wurde dieser Begriff verwendet. Weil Christen sich Gott unterordnen, und das auch noch freiwillig, wird das von Menschen, die noch keine Beziehung zu Gott haben, oft als Sklaverei - oder gar wie Marionettentheater empfunden. Das liegt daran, weil man das Verhalten Gottes am Verhalten der Menschen untereinander mißt. Gott ist aber anders. Er spielt nicht mit dem Menschen, indem er ihn herumschubst, wie es seine Laune gerade will, sondern Gott hat immer das Beste für den Menschen im Sinn. Dabei sieht Gott weiter, als der Mensch selbst sehen kann, und deshalb unterscheidet sich oft auch die Vorstellung der Menschen von der Vorstellung Gottes.

Menschen, die schon länger mit Gott verbunden sind, wissen aber, daß es nichts Besseres gibt, als auch im dunklen Tal zu vertrauen. Oft kann man das Ziel, das Gott gesteckt hat auch erst im Nachhinein erkennen, im Rückblick. Und dabei wird man immer erkennen, daß es gut war, daß Gott den Weg bestimmt hat, und nicht der Mensch selbst.

Es gibt aber auch noch eine andere Seite der Medallie, die ich nicht gerne als Grundbotschaft nehme, weil sie nach Drohung klingt - aber die auch ihren Platz in der Menschheitsgeschichte mit Gott hat: Gott hat ein Recht darauf, daß Menschen sich ihm unterordnen. Und letztendlich kommt kein Mensch wirklich drumherum, einmal vor Gott Rechenschaft über seine Entscheidung abzulegen.

Weil Gott aber nicht der unbarmherzige Herrscher ist, wie Menschen es in seiner Position sein würden, setzt er dem Menschen die Frist des Lebens, um sich freiwillig dafür zu entscheiden, Gott zu vertrauen - um dann zu erleben, daß es nur Gewinn bringt, und Gott seine Liebe über den Menschen ausschüttet. Dazu hat Gott Jesus Mensch werden lassen, daß dieser alle Strafe auf sich genommen hat, die eigentlich den Menschen galt, die sich von Gott abgewendet haben. Wenn man diesen Weg geht, und annimmt, daß Jesus die Strafe auch für *mich* getragen hat, und Gott das Recht freiwillig zurückgibt, für den Menschen zu sorgen, und mit ihm Gemeinschaft zu haben, dann nimmt er den Menschen in die Familie Gottes auf. - Als Familienmitglied versteht man sein Reden besser. Aber Gott hat auch versprochen, zu antworten, wenn man nach ihm sucht.

Die Bibel, das Buch, das viel von Gottes Handeln mit den Menschen erzählt, erzählt auch, daß Jesus irgendwann wiederkommt, und daß dann diese Frist für alle Menschen zu Ende ist, und sie dann genau das bekommen, was sie gewählt haben: Entweder die Gemeinschaft mit Gott in ewiger Schönheit - oder die Gemeinschaft mit seinen Feinden und Gegenspielern, in ewiger Depression, weit weg von Gott, ohne Chance, diese jemals zu überwinden. So zumindest verstehen diese Vorhersagen viele Christen. Darum entscheiden sich auch viele Menschen für den Weg, einfach weil sie Angst haben vor der Strafe. Aber die Menschen, die dann zur Familie Gottes gehören, erleben danach, daß Gott nur Liebe schenkt, und daß seine Wege und seine Aufgaben für uns Menschen erfüllend sind, und helfen, das Leben mit innerem Frieden und Erfüllung zu finden. Darum bereut diesen Weg Keiner, der ihn einmal beschritten hat.

5.4.09 20:36


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Propheten

Weil es so viele davon gibt, die sich scheinbar untereinander auch nicht wirklich einig sind, selbst, wenn sie angeblich das Gleiche glauben, sind meine Gedanken mal zu den Propheten im Alten Testament der Bibel gewandert.

Mir fällt dort auf, daß die meisten Propheten, und auch manche andere Glaubenshelden, sich selbst für unfähig hielten, den Auftrag von Gott auszuführen. Das fängt schon bei Mose an. Aber gerade dadurch waren sie frei von eigener Stärke, um Gottes Stärke zuzulassen und ein Kanal für diese zu sein. Bei Mose war es sogar so, daß er, so lange er sich stark fühlte, und die Stärke noch demonstriert hat, in die Wüste mußte, um sich klar zu werden, daß seine eigene Stärke nichts Großes vollbringen kann.

Interessant finde ich dann den Vergleich mit den heutigen Propheten - oder denen, die sich dafür halten. Meistens halten sie ihre vermeintliche Stärke für eine "Gabe", auf die sie bauen können. Auffällig ist aber, daß sie dann nur noch auf die "Gabe" bauen - und nicht mehr auf den Geber.

Ich selbst erlebe auch immer mal wieder, daß ich für Gottes Stärke am Besten in den Punkten ein Kanal sein kann, in denen ich mich selbst für schwach halte. Es kommt eben nicht auf den großen Glaube und die eigene Kraft an, sondern darauf, worauf mein Glaube gebaut ist, und dessen Stärke. Damit ist der Schwache vor Gott oft eher ein passendes Werkzeug, als diejenigen, die vor sichtbarer Kraft strotzen.

Und ich denke, auf der Ebene stellt sich dann auch die "Einigkeit" ein. Denn Gott wird nicht gegen sich selbst arbeiten. Jeder, der nicht aus eigener Stärke, sondern aus Gottes Stärke lebt, kann ein wenig davon ahnen, wie unendlich die Stärke und Weisheit Gottes ist. Derjenige wird nicht nur auf seine eigene Ausübung der Stärke bauen, und diese als einzige gültige Möglichkeit deklarieren. Derjenige wird ein weit offenes Herz haben für weitere Facetten der sichtbaren Stärke Gottes, und dabei einfach nur noch zum Staunen und Danken über die Größe und Unendlichkeit Gottes sein. Und er wird demütig, und voller Staunen wahrnehmen, daß er selbst ein kleiner, aber effektiver Kanal von dieser Größe Gottes sein darf. 

Daraus entsteht immer ein Lob an den Geber, an Gott selbst - niemals an die Gabe, und den Empfangenen. Aber der Empfänger der Gabe darf sich bewußt sein, ein Teil in dem großen Plan Gottes zu sein, von Gott selbst erwählt. Das ist mehr, als Menschen an Anerkennung geben können!

5.4.09 13:10


Interessant ...

... war wieder eine kleine, aber doch einprägsame Erfahrung mit meinem festen und unveränderlichen "Lover".

Im Kloster gibt es ein Gästehaus, in dem Zimmer und Naßzelle zusammen sind - und das Kloster, wo die Duschen und WC außerhalb der Zimmer zur Gemeinschafts-Nutzung liegen. Letztes Mal hatte ich schon das komfortablere Zimmer im Gästehaus. Eine Leiterin klärte uns darüber auf, daß es gerecht aufgeteilt würde auf die beiden Kurse. Diejenigen, die jetzt die komfortablere Unterkunft hätten, würden das nächste Mal im Kloster untergebracht und umgekehrt. So habe ich mich natürlich dieses Mal auf die Gemeinschafts-Lösung eingestellt.

Aber kurz vorher habe ich doch mal gedacht, daß ich Jesus es zumindest ja mal sagen könnte, daß mir das Zimmer mit Dusche schon lieber wäre - schaden kann das ja nicht ...                         Ich sagte also: "Ich weiß ja, daß du dabei bist. Du mußt mir natürlich nichts mehr beweisen. Aber wenn es möglich ist, hätte ich schon gerne wieder ein Zimmer im Gästehaus".

Unterwegs sagte ich schon zu meinem Autofahrer, als der sagte, er hätte ein Zimmer im Gästehaus beantragt, weil er gerade eine OP hinter sich hatte, daß ich dieses Mal wohl mit einem Klosterzimmer rechnen müßte.

Als wir dann am Empfang des Klosters und anmeldeten, und ich den Schlüssel überreicht bekam, ist mein Mund vor Staunen beinache offen stehen geblieben  ...  

Ich hatte wieder ein Zimmer im Gästehaus - komfortabel mit Dusche und WC.

 

4.4.09 16:53


wieder da ...

... bis Pforzheim hat mich ein Kursteilnehmer mitgenommen. Und nun bin ich wieder daheim. Das Gute ist, daß ich für Sonntag meinen freien Sonntag beantragt habe, der mir eigentlich alle 6 Wochen zusteht, und damit habe ich jetzt zwei Tage, die ich einfach nur relaxen will.

Hab heute morgen eine Röhre Seifenblasen, noch von meiner Kinderarbeit, in der Kirche im vorigen Wohnort,gefunden. Das hat mich gleich gereizt, diese auf der Terasse fliegen zu lassen. Ein paar Sekunden später standen vier kleine Kinder an dem Zaun vom oberen Garten, die jauchzten. Dann habe ich mich erinnert, daß ich ja eigentlich schon erwachsen bin, und das Röhrchen an die Kiddys verschenkt. (Aber ich hab im Schubfach noch ein Röhrchen von den hübschen Dingern)              Sie waren so gut erzogen, daß sie mindestens 7 mal "danke" gesagt haben. Naja, sind zwischen 3 und 5 Jahre (2 mal Zwillinge). Die machen einfach noch das, was man ihnen beibringt.

4.4.09 10:32


Bin dann mal wech ...

... und zwar hier im Kloster 

29.3.09 17:05


Konfirmation

Am Sonntag ist bei uns Konfirmation. Heute haben die Eltern von den Konfirmanden die Kirche in einen Wald verwandelt, für Schnitzeljagd. Da hängen nämlich Bändchen in den Bäumen ... orange, gelbe, weiße. Und Reagenzgläschen hängen an den Bänken - bis jetzt noch leer. Wahrscheinlich will man messen, ob es reinregnet.

Draußen ist es immer noch so eine Andeutung von Frühling, den man aber nur auf dem Kalender erkennen kann. Wenn ich dann bedenke, daß am Sonntag die Sommerzeit anfängt, dann muß der Frühling sich aber beeilen, damit er nicht vom Sommer überholt wird.

Montag gehe ich mal wieder ins Kloster - aber nur für eine Woche. Dort soll ich erfolgreich sein, damit man mir ein Zertifikat darüber gibt, daß ich erfolgreich war. Worin erfolgreich, das erfahren wir dort. Mindestens nach dieser Woche weiß ich genau, ob ich noch alle Knochen habe, weil die Betten dort so hart sind.

Naja - ich wünsch dann mal ein schönes Sommerzeit-Frühlingssuche-Wochenende.

27.3.09 22:19


Vergangenes

Irgendwie wurde ich mal wieder animiert, über meine Kindheit nachzudenken.

Eine Zeitlang habe ich mich intensiv mit Menschen beschäftigt, die eine schwierige Kindheit hatten. Missbrauch in der Kindheit nennt sich das. Der Missbrauch geht in die Richtung sexuellen Missbrauch und/oder Machtmissbrauch, bis hin zur Gewalt.

Auch ich habe als Kind viele Prügel bekommen. Eigentlich war bei uns zu Hause Prügel die Strafe schlechthin – für kleine oder große Untaten.

Interessant war, daß dieses alles unter einem frommen Deckmantel geschah: „Wer sein Kind liebt, der züchtigt es“. Von dieser „Liebe“ habe ich ziemlich viel abgekriegt. Meine Mutter hat auch später, als ich schon erwachsen war, immer mit einem schelmischen Grinsen erzählt, daß ich solch ein Schlingel gewesen sei, daß ich immer erst den Hintern versohlt bekommen musste, damit ich parierte. Sie fand das scheinbar witzig … mir hat es, auch nach vielen Jahren danach, immer noch Schmerzen bereitet, wenn sie darüber sprach. Sie war von ihrer Erziehungsmethode immer sehr überzeugt – schließlich hatte sie Knderpflegerin gelernt – da weiß man, wo der Hase läuft.

Wenn ich sie darauf angesprochen habe, als erwachsene Frau, dann erzählte sie immer, daß, als wir drei Ältesten noch klein waren, Nachbarn sie darauf aufmerksam machen wollten, daß sie mich vernachlässigen würde. Sie hätte dann mal uns allen Dreien zusammen die Frage gestellt: „Was meint ihr, wen hat die Mutti denn am liebsten?“ Daraufhin hätte ich, mit einem Brustton der Überzeugung, „Mich“ gerufen. Und da war sie überzeugt, daß die Nachbarn unrecht hatten. – Daß ein Kind mit seiner „Überzeugung“ vielleicht auch nur einen Wunsch ausdrücken will, den Gedanken ließ sie gar nicht an sich herankommen.

Okay – meine Eltern leben nicht mehr. Ich habe ihnen verziehen – obwohl die Erinnerung immer noch zu mir gehört.

Ich dachte kürzlich, daß diese Erfahrung, wie man „fromm“ erzieht, mich ja eigentlich auch dahin bringen konnte, daß ich dem Glauben ganz abschwöre.

Vielleicht war es früher tatsächlich nur die Angst, vor dem strafenden Gott, die mich dabei hielt. Aber den Durchbruch – die Beziehung zu Gott – habe ich erst gefunden, als Gott mir seine Fürsorge zeigte.

Meine ältere Schwester behauptete, daß Gott ihr eine Arbeitsstelle genau gezeigt hätte. Ich habe das als „Spinnerei“ abgetan, weil ich das direkte Reden von Gott noch nicht kannte. Schließlich brauchten wir das nicht mehr – nach dem, was mir gepredigt wurde – denn wir hatten ja die Bibel, die uns Gottes Wort vermittelt…

Aber meine Sehnsucht nach genau so Jemandem, der für mich sorgt, hat mich zu dem Versuch getrieben. Ich sagte zu Gott: „Okay – wenn du wirklich auch eine Arbeitsstelle für mich hast, wo ich weiß, daß ich da hingehöre, dann zeige es mir bitte so, daß ich es auch verstehe“

Und er hat es gezeigt … ein paar Wochen später, wo mir ein Angebot gemacht wurde, in einem Missionsbüro zu arbeiten. Ich habe das erst abgewinkt, weil ich mich nicht passend für solch einen Job, in solch einem Werk fand. Aber dann klickte es bei mir, daß ich ja um ein Zeichen gebetet hatte …

Das hat mich schier umgeworfen – und da fing meine Beziehung zu Jesus erst richtig an – obwohl ich weiß, daß er auch schon vorher bei mir am Werk war. Ich lernte Gott als den fürsorgenden Gott kennen. Obwohl sehr lange noch der strenge und strafende Gott in meinem Denken spukte, erlebte ich ihn fast nur fürsorglich. Und über viele Jahre Beziehung zu ihm hat sich das Bewusstsein des fürsorglichen und liebenden Gottes durchgesetzt – weil ich ihn so erlebe, auch im Leid.

Ich denke, das ist ein Punkt, den Menschen nicht ganz einordnen können. Daß Menschen leiden müssen, obwohl Gott über sie wacht. Der Ursprung der leiden liegt aber im Menschen, nicht in Gott. Und wenn Gott alles Leid verhindern würde, müsste er den Menschen zu einer Marionette erziehen. Das ist genau das, was Gott nicht will. Er will die Freiheit des Menschen, sich dafür zu entscheiden, mit Gott in eine Beziehung zu treten. Diese Freiheit ist ein Ausdruck der Liebe Gottes. Da wir aber meistens nur die Auswirkung der Taten von Menschen mit unseren Augen sehen können, deuten Menschen diese Liebe als Strafe oder gar als brutal gesinnt – weil sich das bei uns Menschen so auswirkt.

Wenn meine Eltern geprügelt haben, und das als „Liebe“ verkauft haben, ist das noch lange nicht die Liebe, die Gott uns gibt. Wenn Mütter ihre Kinder überbehüten, und kaum einen Schritt alleine lassen, damit ihnen nichts geschieht, ist das aber auch nicht die Liebe, die Gott meint. Gottes Liebe zeigt sich in der Freiheit, die er dem Menschen zugesteht.

Interessanterweise animiert diese Freiheit mich dazu, mich ganz und gar an Gott zu binden. Denn ich weiß, er nutzt das nie zum Schlechten aus, sondern will nur das Beste für mich. Und nur ER weiß es auch genau, was das Beste für mich ist, weil er weitaus mehr sehen kann, als irgendein Mensch es könnte.

26.3.09 13:38


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